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Hallo ihr Lieben,

ich verrate euch sicherlich kein Geheimnis, wenn ich sage, dass das Skatspiel bei uns in Altenburg ein ziemlich großes Ding ist. Ihr denkt vielleicht, „Klar, wenn es dort eine Spielkartenfabrik gibt, dann sind die bestimmt auch skatbegeistert.“. Aber wusstet ihr auch, vor allem diejenigen von euch, die nicht aus der Nähe stammen, dass Altenburg DIE Skatstadt schlechthin ist. Denn Skat wurde hier erfunden und mit dem Skatbrunnen am Brühl steht hier das einzige Denkmal für ein Kartenspiel. Übrigens: Darin taufen manche Skatspieler ihre Karten für mehr Glück im Spiel 🙂

Der Skatbrunnen in Altenburg.

200 Jahre Skat

Aber von Anfang an: zwischen 1810 und 1818 entwickelte sich in Altenburg das Skatspiel. So stellen wir uns vor wie Im Jahr 1813 der Hofadvokat Friedrich Ferdinand Hempel, ein Medizinalrat Namens Dr. Carl Ludwig Schuderoff, ein Kanzler Hans Carl Leopold von der Gabelenz und ein Ratsherr Carl Christian Adam Neefe in einer gemütlichen Runde beisammensaßen und überlegten, welches Kartenspiel sie heute gemeinsam spielen sollten. Zur Auswahl standen Kartenspiele wie Tarock, L’Hombre oder Schafskopf. So entschieden sie sich dazu, verschiedene Kartenspielkomponenten zu mischen und es entstand allmählich das Skat-Spiel in seiner heutigen Form.

Das altenburgerische Kartenspiel wurde zunächst vor allem bei Studierenden an den sächsisch-thüringischen Universitäten Jena, Halle und Leipzig populär. Von dort ausgehend verbreitete sich Skat in den Folgejahren und erreichte immer mehr Spieler in Deutschland. Im Jahr 1899 gründete sich dann der Deutsche Skatverband. Anfang des 20. Jahrhunderts hat Erste Weltkrieg das Kartenspiel weiter verbreitet. Der Stellungskrieg brachte viel Zeit zum Skat spielen für die Soldaten. Aber auch die Verwundeten in den Lazaretten entwickelten eine große Begeisterung für das Kartenspiel.

Schätzungen zufolge soll es heute in Deutschland noch immer rund 20 Millionen Skatspieler geben, damit ist Skat wahrscheinlich das populärste Kartenspiel in Deutschland. Im Jahr 2017 wurde Skat sogar zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO ernannt und gehört somit zu den 90 immateriellen Kulturerben in Deutschland.

Ein historisches Skatspiel aus dem Hause ASS Altenburger mit Deutschen Blatt. Vor allem in Thüringen, Sachsen und Teilen von Sachsen-Anhalt wird Skat mit dem Deutschen Blatt gespielt.

Regionale Unterschiede

Ihr seid keine Skatspieler? Das hängt dann vielleicht mit eurem Wohnort zusammen. Viele Regionen in Deutschland und Österreich haben ihre eigenen regionalen Spiele und verschiedene Kartenbilder mit denen diese gespielt werden. Falls ihr jetzt neugierig seid, was das beliebteste Spiel in eurer Region ist, schaut mal auf unserer interaktiven Karte vorbei. Dort könnt ihr euch einen Überblick über die regionalen Spiele-Vorlieben in Deutschland und Österreich verschaffen. Wusstest Ihr zum Beispiel, dass man Skat mit drei verschiedenen Blättern spielen kann? Oder dass ihr es bei dem Französischen Blatt mit historischen Persönlichkeiten zu tun habt. Die verschiedenen Kartenbilder und ihre Bedeutung könnte ein Thema für einen weiteren Blogbeitrag, sonst wird das hier heute zu lang.  

Skat im Jahr 2020 - offline und online Spielvergnügen

Seine Popularität im Jahr 2020 verdankt das Skatspiel nicht zuletzt der Tatsache, dass heute immer öfter online gespielt. Zum Beispiel bei unserem Partner, dem Skat Palast. Hier könnt ihr mit den originalen deutschen und französischen Blättern von ASS Altenburger online zur Skatrunde zusammenkommen.

Vor allem nach dem Sommer, wenn wir viel draußen spielen, brauchen wir als Familie häufig einen Satz neue Karten. Wenn auch eure Karten zum offline Spielen ein Upgrade gebrauchen können, habe ich noch einen Tipp für euch. Beim Kauf eines Skatprodukts erhaltet ihr im Moment einen Online-Gutschein im Wert von über 7€, mit dem ihr beim Skat Palast unter anderem die originalen Skatblätter aus Altenburg freischalten könnt.

Unter www.spiele-palast.de könnt ihr nicht nur Skat online spielen, sondern zum Beispielt auch Rommé oder Mau Mau.

Ich freue mich, wenn ihr wenn ihr bei eurer nächsten Skatrunde, ob online oder offline, an mich und an die Skatstadt Altenburg denkt. Ich freue mich auch, wenn ich vielleicht den ein oder anderen Nicht-Kartenspieler neugierig machen konnte, dieses Spiel mit 200-jähriger Geschichte selbst mal auszuprobieren. Glaubt mir, es lohnt sich 🙂 Was gibt es besseres unser Kulturerbe zu pflegen, in dem wir spielen.

In diesem Sinne „Gut Blatt“ und bis bald,

eure FelicitASS

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