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Habt Ihr schon mal davon gehört, dass es verschiedene Lerntypen gibt?

Ich muss gestehen, ganz fremd war mir die Thematik nicht. Als Mama von zwei Kindern und noch dazu einem Mädchen und einem Jungen, bemerkt man schon von Beginn an, dass sich jedes Kind auf seine Art entwickelt und somit auch unterschiedlich lernt. Auf welcher wissenschaftlichen Grundlage diese Unterschiede jedoch beruhen, das erstaunte mich sehr. Insbesondere auch aus Sicht von ASS Altenburger. Schließlich zählt es für uns als Spieleentwickler und -produzent zu unseren unverzichtbaren Grundwerten, nicht nur zu unterhalten, sondern über unsere Produkte (vor allem bei den Kinderspielen und Lernspielen) pädagogisch wertvolle Beiträge zur Entwicklung von Kindern- und Jugendlichen zu leisten. Also habe ich mich mal etwas genauer damit beschäftigt, warum sich einige Lernstoff gut merken, wenn sie ihn lesen, andere, wenn sie einem Vortragenden zuhören. Und wieder andere lernen leichter, wenn sie schreiben oder sich mit Mitlernenden über die Inhalte austauschen.

Und natürlich möchte ich Euch meine wirklich interessanten Infos nicht länger vorenthalten. 🙂

Zu allererst gilt: Den wesentlichsten Faktor beim Lernen bilden – na klar, unsere Sinnesorgane. Über Augen und Ohren aber auch den Geruchs-, Geschmacks- und Muskelsinn und die daran beteiligten Sinnesorgane gelangt Lernstoff in unser Gedächtnis. Unterschiedlich stark ausgeprägte Organe bedeuten somit auch unterschiedliche Lerntypen. Beim Herausfinden des persönlichen oder des Lerntyps der eigenen Kinder ist es zunächst also wichtig, Stärken und Schwächen in Bezug auf die Auffassungsgabe zu hinterfragen.

Getrennt wird zwischen: auditiven, visuellen, kommunikativen und motorischen Lerntypen

Was das heißt?

Auditive Lerntypen lernen und verstehen besonders gut, wenn sie Informationen hören – z. B. über Audio-CDs, Vorträge, Gespräche. Für die Auffassung von Lernstoff und speziell das Auswendiglernen führen Personen dieses Lerntyps häufig Selbstgespräche, lesen sich Inhalte laut vor oder erzählen anderen davon. Kommen jedoch ungewohnte Umgebungsgeräusche hinzu, fühlt sich der auditive Lerntyp schnell gestört und abgelenkt in seiner Konzentration.

Visuelle Lerntypen dagegen lernen am besten, wenn sie Sehen, Lesen und/oder Beobachten. Der Sehsinn spielt bei diesem Typ eine ganz wesentliche Rolle. Veranschaulicht in Form von Bildern, Grafiken oder Wörtern prägt sich Lernstoff bei diesen Personen schnell ein. Markant ist dabei, dass Informationen häufig sogar eigenständig in farbige Bilder, Mindmaps oder Grafiken übersetzt werden, um sie sich so einzuprägen. Als beliebte Hilfen gelten bei diesem Lerntyp Bücher, Skizzen, Bilder, Poster, Videos/Filme sowie Lernkarteien.

Kommunikative Lerntypen zeigen das effektivste und effizienteste Lernverhalten durch Sprache und mündliche Auseinandersetzung, z. B. in Form von Gesprächen und Diskussionen. Verstehen und Merken durch Dialog lautet hierbei die Devise. Der Austausch, Sprechen und Nachdenken über Themen ermöglicht es Personen dieses Lerntyps, sich Informationen zu merken, zu verstehen und erklären zu können. Beliebt und empfehlenswert sind besonders Lerngruppen oder auch Frage-Antwort-Runden, bei denen kinderleicht und auf spielerische Weise auch der trockenste Lernstoff Spaß machen kann.

Der vierte und aktivste ist der motorische Lerntyp. Bei diesem Typ ist der Name quasi Programm. Denn: Wer diesem Lerntypen angehört, für den ist es wichtig, Handlungsabläufe selbst durchzuführen und somit unmittelbar am Lernprozess beteiligt zu sein. „Learning by doing“ könnte man sagen, da Erklärungen zu Themen und speziellen Informationen durch das Sammeln von eigenständigen Erfahrungen gesucht und gefunden werden. Durch Ausprobieren, Rollenspiele, Gruppenaktivitäten oder gar das Nachbauen von Dingen sowie Rechnen mit Hilfe von Gegenständen – selbst experimentieren und Bewegung im Prozess führt den motorischen Lerntyp zum Erfolg.

Natürlich sind auch Mischformen aus verschiedenen Lerntypen nicht selten. Inzwischen gibt es sogar richtige Vereine und Organisationen, die sich intensiv mit dem Thema „Lernen lernen“ beschäftigen und mit speziellen Rahmenprogrammen Schulen und Kindergärten besuchen, um Stärken und Schwächen richtig zu fördern. Dabei lernen selbst Eltern noch etwas dazu, das könnt ihr mir glauben. 😛 Sind die Ansätze der vier Grundtypen erst einmal bekannt, so lässt sich recht schnell herausfinden, welche Lernmethode die geeignete für sich selbst oder das eigene Kind ist. LASSe und ich haben festgestellt, dass wir, seitdem wir von den Lerntypen wissen, ganz anders an die Hilfe bei den Schulaufgaben unserer Kids herangehen. BASSti z. B. lernt sehr rasch durch Hören und Sehen – eine gute Mischung also aus visuellem und auditivem Lerntyp. JASSmin hingegen – ganz Teenager-like – ist eher der kommunikative Lerntyp, hat sie mir selbst erklärt. Sie benötigt während dem Lernen unbedingt den direkten Austausch mit ihren Freundinnen. Übers Handy und per Videochat? Hmm, also ich bin mir unsicher, ob es dabei immer um den Lernstoff für die nächste Klassenarbeit geht. Aber, solange die Noten stimmen, mag ich mich ja gar nicht beschweren. 😉

Und welcher Lerntyp seid Ihr oder Eure Liebsten? Findet es heraus und testet Euch doch einfach mal hier! 🙂

Bis ganz bald, Eure FelicitASS!

 

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