fbpx

Und so geht's

Romme ist ein Ablegespiel. Man braucht dazu zwei vollständige französische Kartenspiele zu je 52 Blatt, dazu optional mehrere „Joker”. Sie können jede Kartejeder Farbe vertreten.

Es spielen 2 bis 6 Personen. Jeder Teilnehmer erhält 13 Karten. Der Rest der Kar-ten wird als verdeckter Stapel („Talon”) auf die Mitte des Tisches gelegt; dieoberste Karte offen neben den Talon. Vor Spielbeginn vereinbart man eine Au-genzahl zwischen 0 und 9. Nun legen die Spieler ihre „Sätze” und Reihenfolgen („Sequenzen” zu mindestens 3 aufeinander folgenden Karten). Alle Karten wer-den offen abgelegt. Ein Satz besteht aus 3 oder mehr Karten des gleichen Wer- tes einer oder mehrerer Farben. So können es zum Beispiel die Könige aller vier Farben sein. Fehlt ein König, kann der Joker einspringen. Das muss den Mitspie- lern angesagt werden, weil der Joker von ihnen gegen die fehlende Karte einge- tauscht werden darf. Eine Sequenz ist die ihren aufeinander folgenden Werten nach geschlossene Reihe von drei oder mehr Karten einer Farbe. Die Kartenwer- te sind: Bube, Dame, König = 10; As = 1 oder 11, je nachdem, wo es dem Spieler beim raschen Ablegen nützt: am Anfang oder am Ende einer Sequenz. Neun bis Zwei zählen wie ihre aufgedruckten Werte.

„Vorhand”, links vom Geber, beginnt. Er kann die offene Karte von der Tischmitte oder die oberste Karte vom Talon aufnehmen. In jedem Fall muss er dafür ein ihm weniger nützliches Blatt auf die offene Karte (oder an ihren Platz) legen. So verfahren, der Reihe nach, alle Spieler. Nach dem Aufnehmen werdenso lange Sätze und Sequenzen gelegt, bis ein Teilnehmer „Romme” bietet, weiler die vereinbarte niedrigste Augenzahl erreicht hat, oder weil er seine letzte Karte am Ende seines Zuges ablegen kann und somit keine Karte mehr auf der Hand hält.

Beispiel: 9 Augen wurden ausgemacht. Ein Spieler hat noch: Karo-Drei, Karo- Vier, Karo-Sechs, Karo-Sieben, Karo-Neun und Karo-Dame. Nun bekommt er Karo-Fünf dazu. Er wird die Karo-Dame abwerfen und alle Karten von Karo-Drei bis Karo-Sieben als Sequenz auslegen. Jetzt kann er „Rommé“ bieten, denn übrigbleibt Karo-Neun — die ausgemachte Augenzahl. Er hat gewonnen.


Die Abrechnung

Jedem Spieler werden so viele Verlustpunkte auf der Liste angeschrieben, wie er noch Augen in seinen Karten hat. Wenn jemand also noch 1 As, 1 König, 2 Da- men, 2 Achten, 1 Zehn und 1 Joker besitzt, so wird gerechnet: 1×11 (denn As zählt jetzt 11) + 1×10 + 2×10 + 2×8 + 1×10 + 1 x 40 = 107. Nun wird so lang gespielt, bis eine vorher ausgemachte Gesamtpunktzahl erreicht wurde. Erreicht z.B. der erste Mitspieler insgesamt 300 Punkte, ist die Runde beendet.


Sonderformen des Rommé

Romme mit Kaufen

Hier kann jeder die oben aufliegende, aufgedeckte Karte „kaufen”, also nicht nur der Spieler, der an der Reihe ist. Auch die abgeworfenen Karten stehen jedem zur Verfügung. Allerdings müssen die zwischen dem Abwerfenden und dem Anwärter sitzenden Teilnehmer damit einverstanden sein, weil sie das Vorkaufsrecht haben. Zur gekauften Karte muss noch die oberste vom Talon hinzugenommen werden. Die Reihenfolge der Spieler wird durch das Kaufen nicht geändert. Grundregel: Erstmalig auslegen darf nur derjenige, dessen Sätze oder Sequenzen mindestens 30 Augen aufweisen.

Romme mit Anlegen

Jeder Spieler darf seine passenden Karten an die Sätze und Sequenzen des anderen anlegen. Grundregel: Anlegen darf nur derjenige, der mindestens schon einen Satz oder eine Sequenz ausgelegt hat. Die Augenzahl 30 gilt dabei auch dann als erreicht, wenn sie durch die anzulegende Karte zustande kommt. Gewonnen hat, wer zuerst alle Karten aus- oder angelegt hat. Die letzte Karte darf auf den Stapel abgeworfen werden. Wer alle seine Karten zuerst ausgelegt hat, bekommt 40 Verlustpunkte aus dem vorangegangenen Spiel als Belohnung ab- gezogen. Wer nur einen Joker übrig behält, bekommt 20 Verlustpunkte gestrichen. 20 Verlustpunkte werden dem Teilnehmer aufgerechnet, der als erster mit dem Auslegen anfängt – und doch nicht gewinnt.

Räuber-Romme

Man darf auslegen und ablegen. Allerdings sind nun 40 Augen für Sätze und Sequenzen notwendig. Die Augen der bereits auf dem Tisch liegenden Sätze und Sequenzen zählen dabei mit. Die offen neben dem Talon liegende Karte kann nur aufgenommen werden, wenn sie sofort wieder ausgelegt wird. Jeder Spieler darf beliebig viele und ihm nützliche Karten von den angelegten Sätzen und Sequenzen wegnehmen und benutzen. Grundregel: Durch das Fortnehmen dürfen keine unvollständigen Sätze und Sequenzen (mindestens 3 Karten) ent- stehen. Es muss bis zur letzten Karte gespielt werden. Der Joker vertritt, wie üblich, jede Karte und Farbe.

Viel Spaß beim Spielen